|
von Ulrich Heyden
|
|
Sonntag, 5. Februar 2012 |
|
© Ulrich Heyden Moskau 2012
In Moskau demonstrierten gestern nicht nur Zehntausende Putin-Gegner für "ehrliche Wahlen", sondern etwa ebenso viele für Putin
Alle Skeptiker wurden gestern eines Besseren belehrt. Die russische
Protestbewegung für "ehrliche Wahlen" hat einen längeren Atem als von
vielen erwartet. Nach Angaben der Organisatoren kamen heute trotz
Minustemperaturen um die 20 Grad nach Angaben der Organisatoren 120.000
Menschen zu der Demonstration für "ehrliche Wahlen" mit anschließender
Kundgebung auf dem Bolotnaja-Platz im Moskauer Stadtzentrum, also mehr
als bei den letzten beiden Kundgebungen im Dezember (Russlands
Protestbewegung macht sich Mut). Die Polizei zählte nur 36.000
Demonstranten. Telepolis, Sächsische Zeitung, Fotos
|
|
|
von Ulrich Heyden
|
|
Samstag, 4. Februar 2012 |
Plötzlich macht die Linke wieder große Politik. Zum nächsten Protesttag am 4. Februar will sie in Moskau mindestens hunderttausend Bürger auf die Straße holen
Das Interesse für den Live-Stream aus dem Moskauer Sacharow-Zentrum ist an diesem Tag Ende Januar ziemlich groß. Etwa 16.000 Internet-User verfolgen die Sitzung des Organisationskomitees der Protestbewegung für „ehrliche Wahlen.“ Viele mögen sich fragen: Sieht so die neue russische Regierung aus? Bei diesem Meeting, das sich der nächsten Moskauer Großkundgebung am 4. Februar widmet, geht es fast so geschäftsmäßig zu wie auf einer Sitzung des Kabinetts Putin. Die drei wichtigen Strömungen der Protestszene zeigen Präsenz: die Liberalen, die Linken und die Nationalisten, Letztere freilich nicht am Podiumstisch, sondern nur im Publikum. der Freitag
|
|
|
von Ulrich Heyden
|
|
Freitag, 3. Februar 2012 |
Russische Linke beanspruchen ihren Platz in der Protestbewegung. Gespräch mit Sergej Udalzow, dem Sprecher der "Linken Front"
Sergej Udalzow wurde wegen Teilnahme an Straßenaktionen gegen Putin und seine Politik schon über hundert Mal verhaftet. Der 34jährige Sohn einer Moskauer Gelehrtenfamilie ist ausgebildeter Jurist und Sprecher der "Linken Front". Er sitzt im Koordinationsrat der russischen Protestbewegung "Für ehrliche Wahlen". Im Interview äußert sich Udalzow zu den Zielen der Linken in der Protestbewegung, die am 4. Februar - einen Monat vor den Präsidentschaftswahlen - in Moskau ihre nächste Großkundgebung durchführt. Telepolis
|
|
|