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Pfirsiche für Zigaretten Drucken
von Ulrich Heyden   
Donnerstag, 21. August 2008

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Das Donnergrollen des Krieges hat viele Stimmen übertönt - insbesondere die kritischen. Doch SiegerInnen sind kaum anzutreffen - auch nicht unter den russischen Soldaten.

«Normale Leute wollen keinen Krieg», sagt Gennadij, ein Kurde, der auf dem Markt von Tiflis Armbanduhren aus Dubai verkauft. Politische Spannungen habe man in Georgien schon genug. Um die Aussage zu unterstreichen, zieht Gennadij den Daumen einmal quer über seinen Hals: Es reicht! Hätte man die MarkthändlerInnen von Tiflis gefragt, ob um Südossetien Krieg geführt werden soll, wäre es wohl nicht zum Waffengang gekommen. Mit wem man auch ins Gespräch kommt - von Kriegsbegeisterung ist hier, wo Kinderschuhe aus der Türkei und Elektronik aus China gehandelt werden, nichts zu spüren. Tiflis ist eine multinationale Stadt. Hier leben nicht nur GeorgierInnen, sondern auch ArmenierInnen, AserbaidschanerInnen, KurdInnen und RussInnen.

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Verschleppt, geschlagen, zum Arbeiten gezwungen Drucken
von Ulrich Heyden   
Donnerstag, 12. Juni 2008

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SKLAVENHALTUNG IN RUSSLAND

Von Ulrich Heyden, Moskau

Sklavenarbeit im Wirtschaftswunderstaat: In Russland häufen sich die Fälle von Menschenhandel und brutaler Ausbeutung. Bis zu sieben Millionen Menschen leben als illegale Gastarbeiter im Land, Tausende schuften für Billigstlöhne oder gratis.
Moskau - Auf einem Industriegelände im Dorf Tschulkowo, südöstlich von Moskau, schlug am Wochenende eine Sondereinheit der russischen Polizei zu. Die Einsatzkräfte befreiten 49 Usbeken, die von kriminellen aserbaidschanischen Sklavenhaltern gefangen gehalten wurden.

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Nachts wird die Metro zur national befreiten Zone Drucken
von Ulrich Heyden   
Mittwoch, 23. April 2008

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Rassismus in Russland Von Ulrich Heyden

Die Gastarbeiter aus Eurasien sind in Moskau meist nur als Arbeitskräfte wohlgelitten

23. April 2008 Vor dem Trolleybus winkt eine Gruppe junger Kirgisen einem Landsmann zu, er solle wieder aussteigen. Der hört nicht. Er sitzt im Bus und starrt auf sein Handy. Die Fahrerin schreit: „Bezahlen oder aussteigen!“ Der Junge mit den schwarzen Haaren steigt nicht aus. Er wirkt geistesabwesend. Die Fahrerin will nicht losfahren und schreit wieder, „los, bezahlen!“ Der Kirgise reagiert noch immer nicht. Er versteht schlecht Russisch, erzählt er später. Schließlich fährt der Bus los. Da schleudert ein stämmiger Mann in Tarnjacke dem Jungen von hinten eine Faust ins Gesicht. Blut tropft auf den Boden. Erschrecktes Schweigen der Passagiere. Der Oberkörper des Verletzten kippt nach vorn. Eine blonde junge Frau mit kaukasischen Gesichtszügen reicht ihm ein Papiertaschentuch und zischt, „diese Russen“. Auch ein junger Russe reicht ein Taschentuch. Der Schläger, ein Mann von etwa 45 Jahren, verlässt den Bus.

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Kapitalismus im wilden Osten Drucken
von Ulrich Heyden   
Sonntag, 13. April 2008

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WESTLICHE AUTOFIRMEN IN RUSSLAND

Von Ulrich Heyden, Moskau

Keine Gewerkschaft, nur Leiharbeiter: Westliche Autohersteller wie Renault und VW unterlaufen in ihren russischen Werken systematisch die eigenen Sozialstandards. Einen Gefallen tun sie sich damit nur kurzfristig.

Moskau - "Tretet in die Gewerkschaft ein. Es ist die einzige Kraft, die eure Interessen schützt," ruft Pjotr Podiwilow über eine selbstgebaute Lautsprecheranlage. Der 33-jährige Qualitätskontrolleur steht vor dem Werk von Renault Moskau. Seit einem Jahr schon versucht er, in dem Betrieb eine unabhängige Gewerkschaft aufzubauen. 200 Leute hat er bisher zusammen - doch die Unternehmensleitung lege ihm nur Steine in den Weg, schimpft er.

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