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von Ulrich Heyden
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Montag, 4. Oktober 2010 |
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Was tun Piloten eines Passagierflugzeuges, wenn in 10.000 Meter Höhe plötzlich die Stromversorgung ausfällt? In der nordrussischen Taiga brachten Piloten eine havarierte Tupolew mit 81 Menschen an Bord sicher zur Erde.
Diesen 7. September werden die Passagiere einer Tupolew 154 nie vergessen. Nach Moskau waren es noch zwei Stunden. Vier Stunden war die „Tuschka“, wie die Maschine im russischen Volksmund heißt - bereits vom sibirischen Jakutien unterwegs. Den Piloten blieb über den Wäldern der russischen Taiga keine Zeit lange zu überlegen.
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von Ulrich Heyden
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Montag, 19. Juli 2010 |
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Auf den Datschen rund um die Hauptstadt herrscht im Augenblick
Hochbetrieb. Die Liga der Selbstversorger ist in ihrem Element und die
Obschtschina lebt munter weiter
Es ist Samstag, acht Uhr morgens. Lidia Petrowna steht vor der großen
Anzeigetafel im Kasaner Bahnhof von Moskau. Die kleine Frau mit den
schlohweißen Haaren wartet darauf, dass die grünen Leuchtziffern endlich
das Gleis anzeigen, auf dem die Elektritschka, so heißen die
Vorortzüge, in das Wladimirskaja-Gebiet fährt. Dort, östlich von Moskau,
in einer kleinen Siedlung mit uralten russischen Holzhäusern, will die
alte Dame den Gemüsegarten ihres Sohnes Vadim in Schuss bringen.
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von Ulrich Heyden
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Donnerstag, 10. Juni 2010 |
Von Ulrich Heyden, Moskau
Der Mathematiker Grigori Perelman pfeift auf ein Preisgeld von einer
Million Dollar aus den USA, aber nicht aus politischen Gründen.
Der Skandal war perfekt. Vergeblich wartete die Festgemeinde im Pariser
Institut für Ozeanografie am Dienstag auf einen der größten lebenden
Mathematiker: Grigori Perelman. Der 43-jährige Mathematiker aus St.
Petersburg, der zu den Strukturmerkmalen dreidimensionaler Körper
forscht, sollte sein Preisgeld entgegennehmen–einen Scheck in Höhe von
einer Million Dollar, ausgeschrieben vom amerikanischen Clay-Institut.
Perelman erschien nicht.
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von Ulrich Heyden
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Samstag, 14. November 2009 |
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Von Ulrich Heyden, SZ-Korrespondent in Moskau
Alexej Dymowski hat es gewagt, öffentlich die Korruption in den eigenen
Reihen anzuprangern.
Russland hat einen neuen Helden. Alexej Dymowski, ein Polizei-Major aus
der südrussischen Stadt Noworossisk, erhebt schwere Vorwürfe gegen seine
Vorgesetzten. In youtube-Videos beschuldigt er sie, Untergebene zur
Korruption anzuhalten und Unschuldige mit „fabrizierten“ Strafverfahren
ins Gefängnis zu befördern. Auf diese Weise wollten sich die
Vorgesetzten mit einer hohen Aufklärungsrate rühmen.
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von Ulrich Heyden
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Mittwoch, 30. Juli 2003 |
von Ulrich Heyden
Die Journalistin Anna Politkowskaja über den Krieg in Tschetschenien.
Die Moskauer Journalistin Anna Politikowskaja berichtet seit den 90er
Jahren über den Tschetschenien-Konflikt. Ihre viel beachteten, oft unter
Lebensgefahr entstandenen Reportagen sind auch in deutscher Sprache
erschienen. Während der Geiselnahme im Moskauer Musical-Theater
"Nordost" im Oktober 2002 versuchte sie zwischen den Behörden und den
tschetschenischen Kidnappern zu vermitteln. Der Konflikt in der
Kaukasus-Republik lässt sich nach ihrer Meinung nur durch internationale
Vermittlung lösen. Mit Anna Politkowskaja sprach Ulrich Heyden.
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