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von Ulrich Heyden
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Freitag, 11. Juni 2010 |
Von Ulrich Heyden, SZ-Korrespondent in Moskau
Seit 66 Jahren lebt der russische Kriegsveteran, Iwan Nikulin mit einer
Kugel im Kopf. Eine Schwerbehinderung wird ihm aber nicht attestiert.
Iwan Iwanowitsch Nikulin hat als 18-Jähriger den Zweiten Weltkrieg
mitgemacht. Eine schwere Kopfverwundung hat er damals davongetragen,
trotzdem ist der heute 86-Jährige noch rüstig. Er geht selbst einkaufen,
macht zu Hause sauber und deckt den Tisch, wenn Gäste kommen, wie
jüngst am 9.Mai, dem russischen Siegestag. Bei solchen Anlässen erzählt
Iwan Nikulin dann seine unglaubliche Geschichte.
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von Ulrich Heyden
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Dienstag, 12. Juni 2007 |
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Besuch bei einer ehemaligen Zwangsarbeiterin in Moskau
"Halt´ sie unter fließend Wasser", ruft Jekaterina Petuschkowa, als
Vivian die Weintrauben in einem Topf abwäscht. Die 83-jährige Jekaterina
war "Usnik", Zwangsarbeiterin also im Frauen-KZ Ravensbrück in
Brandenburg. Jetzt lehrt sie ihre 20-jährige Helferin aus Deutschland
die russischen Sitten. Früchte muss man in Russland zuerst von den
Bakterien befreien.
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von Ulrich Heyden
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Samstag, 7. Mai 2005 |
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Nikolaj Borisow erlebte die letzten Kriegstage in Dresden.
Das Haus von Nikolaj Borisow erreicht man durch einen zerfallenen Metallzaun. Weiter geht es über einen matschigen Weg zu einem 16geschossigen Plattenbau. Die Haustür steht immer offen. Das Treppenhaus ist unbeleuchtet, normale Zustände für russische Wohnsiedlungen. Der 81jährige Kriegsveteran lebt in Naro-Fominsk, einer Kleinstadt südwestlich von Moskau.
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von Ulrich Heyden
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Samstag, 1. Februar 2003 |
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Viktor Stepanowitsch Perfiljew erzählt, wie er als 13-jähriger in
Stalingrad kämpfte. Vor 60 Jahren, am 2. Februar 1943, kapitulierte die
eingekesselte 6. Armee der deutschen Wehrmacht in Stalingrad. Die
Niederlage markiert eine entscheidende Wende im Zweiten Weltkrieg. In
den 200 Tagen und Nächten der Schlacht starben nach deutschen
Schätzungen etwa 250 000 Wehrmachtsangehörige und deren Verbündete sowie
etwa eine halbe Million Rotarmisten.
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von Ulrich Heyden
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Freitag, 22. November 2002 |
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von unserem Korrespondenten aus Russland, Ulrich Heyden
Zweieinhalb Jahre dauerte die Blockade von
Leningrad, zwei Monate kämpften deutsche Truppen im Kessel von
Stalingrad. Die ehemalige Krankenschwester Anna Fjodorowna Pessina hat
beides erlebt.
Auf einer Bank sitzt eine
zierliche, kleine Frau mit schmalem, faltigen Gesicht und
kurzgeschnittenen Haaren. Die Bilder von der Schlacht um Stalingrad hat
Anna Fjodorowna noch heute vor Augen. „Die Feuersbrunst, die
übereinanderliegenden Leichen von Russen und Deutschen, den Krach der
Raketenwerfer. Dieses Drama kann man nicht vergessen. Das nimmt man mit
ins Grab.“
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