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Das Buch zur Opposition in Russland Drucken
Freitag, 6. November 2009

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»Dem Buch gebührt das Verdienst, die heutige Opposition in Russland breiter und lebendiger darzustellen, als dies im Westen ansonsten üblich ist mit der Verengung auf Ex-Schachweltmeister Garri Kasparow.«
Mathias Brüggmann, Handelsblatt

»Vor allem das Kapitel über »die neue Arbeiterbewegung« ist eine wahre Fundgrube für das Verständnis des oppositionellen Russlands. Ein hoch informatives Buch.«
Hans Wagner, Eurasisches Magazin

»Die Reaktionen des Westens auf das System Putin bleiben verhalten. Zu viele wirtschaftliche Interessen stehen auf dem Spiel. Deshalb ist es wichtig, wie die beiden Journalisten Ulrich Heyden und Ute Weinmann in dem vorliegenden Buch des Rotpunktverlages der westlichen Öffentlichkeit die Opposition gegen das System vorstellen Das Buch zeigt viele hoffnungsvolle Ansätze für ein von unten aufkommendes demokratisches Gemeinwesen in Russland.«
Wolfgang Stanzick, August 2009

»Lohnend ist das Kapitel „Der politische Raum oder Wer sucht, wird nicht immer fündig“, in dem Weinmann darlegt, dass sich die traditionelle Aufteilung der russischen Gesellschaft in die „Staatsmacht“ und “Wir - die Untergebenen“ in den 1990er Jahren deutlich verfestigt habe. Anhand der Einschränkungen des Versammlungsrechts wird sehr konkret verdeutlicht, was Opposition in Russland so stark erschwert.« Gemma Pörzgen, Das Parlament

»Hervorragende Ortskenntnis und Recherche zeigen unbekannte Seiten der russischen Gesellschaft.«
Sarah Reinke, Gesellschaft für bedrohte Völker

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Heyden, Ulrich/Weinmann, Ute

Opposition gegen das System Putin

Herrschaft und Widerstand im modernen Russland

326 S. - 20,4 x 13,5 cm, Pb CHF 38,00  € 24,00

ISBN 978-3-85869-389-1

Einband: kartoniert/broschiert

Erschienen bei:  Rotpunktverlag, Juli 2009

In Russland hat sich eine bei uns kaum beachtete Opposition von unten herausgebildet, die allmählich stärker wird.

Opposition von unten

Wer von Opposition in Russland spricht, meint damit in der Regel den ungleichen parlamentarischen Kampf zwischen dem Kreml und dessen parlamentarischen Gegnern. Um jedoch einen angemessenen Eindruck der heutigen russischen Opposition gegen das System Putin zu erhalten, reicht es nicht aus, Bündnisse liberaler Kräfte, allen voran das »andere Russland«, unter die Lupe zu nehmen.
Und die Vorstellung einer durch staatlichen Paternalismus realsozialistischer Manier geprägten Bevölkerung, die nicht willens ist, selbst für ihre Interessen zu kämpfen, muss über den Haufen geworfen werden.
Die Wirklichkeit ist anders. Das Protestpotenzial wird größer und das Aufbegehren ganz normaler Leute ist aus dem oft wenig beschaulichen russischen Alltag längst nicht mehr wegzudenken. Im Westen kaum zur Kenntnis genommen hat sich eine Opposition von unten gebildet, und von dieser berichtet dieses Buch. Dieses (nochmals) »andere Russland« besitzt keine einheitlichen Führungsorgane und strebt weniger einen Machtwechsel an als den Aufbau einer lebenswerten Gesellschaft, in der die Einmischung in gesellschaftlich relevante Belange kein Staatsmonopol mehr darstellt.

Aus der Einführung

»In diesem Buch kommen die Akteure von sozialen Protest- und Bürgerwiderstandsbewegungen zu Wort. Es sind unabhängige Sozialisten, linke Liberale, Anarchisten, Bürgerbewegte, Gewerkschafter, Antifa-Jugendliche und Umweltschützer. Die Existenz dieser Gruppierungen wird in Europa kaum zur Kenntnis genommen. Doch ihre Bedeutung ist weit größer als diejenige der von den westlichen Medien hofierten »Oppositionsstars« wie Ex-Schachweltmeister Garri Kasparow oder der ehemalige Ministerpräsident Michail Kasjanow, der im Februar 2004 von
Putin entlassen wurde. Die russische Opposition ist zersplittert und zahlenmäßig noch schwach, aber innerhalb Russlands gelingt es ihr doch immer wieder, von sich reden zu machen. In einer gleichgeschalteten Gesellschaft – und bei der russischen handelt es sich heute um eine solche – ist diese Opposition auf jeden Fall bemerkenswert.«

(aus der Verlagswerbung)

 

Interviews zum Buch

„Allmählich begreifen selbst die Russen, dass sich zivilgesellschaftliches Engagement lohnt.“

Über das Russland-Buch sprach Ulrich Heyden mit dem Eurasischen Magazin und Radio Corax.


Russischer Blog zur Lesung in Zürich 

"Radio Echo Moskwy"