20. Juli 2016

Ein Krieg der Oligarchen

Das Buch erschien 2015  im PapyRossa-Verlag. Ausgehend vom Brand des Gewerkschaftshauses in Odessa am 2. Mai 2014 wird die soziale und politische Entwicklung in der Ukraine analysiert. Detailliert wird beschrieben, wie Oligarchen und Regierungsmitglieder die extreme Rechte stark machten und sie zu Einschüchterungsaktionen gegen die Kräfte ermunterten, die für eine Föderalisierung der Ukraine eintraten. Es wird dargestellt, wie über Jahre zielgerichtet der Boden für eine nationalistisch / anti-russische Stimmung bereitet wurde. Dies war der rote Teppich, auf dem Faschisten und Nationalisten bis in höchste Ämter gelangten. Die Regierung weigert sich bis heute, das von unbekannten Scharfschützen verübte Massaker auf dem Maidan in Kiew, das ihre Machtübernahme einleitete, aufzuklären. Dasselbe gilt für den Brandanschlag auf das Gewerkschaftshaus in Odessa, mit dem die Bevölkerung in der Südostukraine eingeschüchtert wurde. Diese Verbrechen, bei denen jeweils etwa 100 Menschen starben, leiteten zum Bürgerkrieg über. Dagegen gibt es auch Widerstand.

180 Seiten, 12,90 Euro, Verlagsinformation

„Sehr ausgewogen wird auch die Position der russischen Regierung beleuchtet. So schreibt Heyden, Moskau habe „die Entwicklung in der Ukraine mit verschuldet“ (S. 170). An anderer Stelle: ´Dass es die Ukraine verlor, muss sich Moskau allerdings auch selbst zuschreiben. Die Hoffnung, die Ukraine allein durch wirtschaftliche Abhängigkeit im russischen Einflussbereich zu halten, war kurzsichtig´“

Internetportal NJUUZ (Wuppertal) , Matthias Dohmen

„Weil Heyden keine vorgefasste Meinung hat, wird er bereits zu Beginn des Buches dem Kiewer Maidan gerecht, den er nach seinem Besuch im Januar des letzten Jahres als Basisbewegung gegen Korruption und Oligarchen-Wirtschaft schildert, und in der er durchaus linke Einsprengsel entdeckt. Doch während der versammelte deutsche Mainstream noch von einer puren Demokratiebewegung schreibt und sendet, spürt der sorgfältige Journalist dem Rechten Sektor nach.“

Uli Gellermann, Neues Deutschland

„Heyden ist ein verständlich und spannend zu lesender Band gelungen, der längere Reportagen mit knappen Hintergrund-Analysen verknüpft.“

Klaus Dräger, Zeitschrift „Z“

„Für Ulrich Heyden, Russland-Autor des Freitag, ist der 2. Mai 2014 ein Schicksalstag auf dem Weg zum Bürgerkrieg…. Sein Fazit: Das Massaker (von Odessa) war die konzertierte Aktion von Ultranationalisten, städtischer Administration und Polizei.“

Lutz Herden, „der Freitag“

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